"Verordnung über die Berufsausbildung im Holz- und Bautenschutzgewerbe"

Erschienen im Bundesgesetzblatt Nr. 18/2007

Mit Beginn des neuen Ausbildungsjahres am 1. August 2007 gibt es in Deutschland zwei neue Berufe in der Bauwerkssanierung. Einen zweijährigen Ausbildungsberuf mit dem Abschluss "Fachkraft für Holz- und Bautenschutzarbeiten" und einen dreijährigen Ausbildungsberuf mit dem "Abschluss Holz- und Bautenschützer". Beide Ausbildungen schließen mit dem Erwerb des Gesellenbriefes ab.

Die Basis für beide Ausbildungsberufe bildet eine zweijährige Lehre mit identischen Inhalten, welche die Kerntätigkeiten eines Holz- und Bautenschützers umfassen. Dazu gehören im Holzschutz das "Unterscheiden von Schäden an Holz, Holzbauteilen und deren Einbindungsbereichen sowie das Vorbereiten dieser Untergründe", das "Durchführen von vorbeugenden Maßnahmen gegen holzzerstörende Pilze und Insekten", das "Bekämpfen holzzerstörender Insekten sowie Behandeln und Beseitigen von Pilzbefall". Im Bautenschutz gehören zu den Lehrinhalten das "Vorbereiten und Durchführen nachträglicher Außen- und Innenabdichtungen an erdberührten Bauteilen, das "Vorbereiten und Durchführen nachträglicher chemischer Horizontalabdichtungen", das "Vorbereiten von Flächen und Aufbringen von Sanierputzen" sowie das "Austrocknen durchfeuchteter Bauwerke".

Den Abschluss der Ausbildung bildet beim zweijährigen Beruf die Gesellenprüfung zur Fachkraft für Holz- und Bautenschutzarbeiten. Diejenigen, die sich für eine dreijährige Ausbildung entschieden haben, schließen den zweijährigen Ausbildungsabschnitt mit einer Zwischenprüfung ab und spezialisieren sich nun, in dem sie ihre Ausbildung im dritten Jahr entweder im Holzschutz oder im Bautenschutz fortsetzen. Am Ende steht hier die Gesellenprüfung Holz- und Bautenschützer/in.
Die Ausbildung selbst findet in Betrieben des Holz- und Bautenschutzes, den Berufsschulen und in überbetrieblichen Ausbildungszentren statt. Ausbildungsplätze darf der Betrieb anbieten, der aufgrund von Erfahrung, Ausbildung und Leistungsspektrum als kompetent und fähig erachtet wird. Unterstützt werden die Betriebe durch die Möglichkeit der überbetrieblichen Ausbildung, deren Nutung in den meisten Fällen schon deshalb unverzichtbar ist, da nur wenige Betriebe des Holz- und Bautenschutzes das ganze Ausbildungsspektrum als Tätigkeiten anbieten können. Diese Inhalte werden dann in Ausbildungszentren vermittelt, wobei die Kosten für die Ausbildung in den überbetrieblichen Zentren von der SOKA Bau getragen werden.

Weitere Informationen auch unter www.dhbv.de.